Entwicklungen für die Zukunft

Die neuesten Szenarien des Bundesamt für Statistik (BFS) geben folgende Tendenzen für das Bildungssystem ab, welche sich herausfordernd auf die Grundbildung des zB. Zentrum Bildung auswirken.

Übergang in die Sekundarstufe II: Eine komplexe Nahtstelle

Unterteilen lässt sich die Sekundarstufe II in allgemeinbildende und in berufsbildende Ausbildungsgänge. Allgemeinbildende Schulen sind gymnasiale Maturitätsschulen (Gymnasien) und Fachmittelschulen (FMS).

Der Übergang von der obligatorischen Schule in die Sekundarstufe II ist eine komplexe Nahtstelle, bei der viele Faktoren eine Rolle spielen. Die Hauptrolle kommt dabei der schuldemografischen Dynamik zu (Anzahl Schulabgänger/innen der 9. Klasse der Sekundarstufe I). Je nach betrachtetem Bildungsweg der Sekundarstufe II können mittel- oder langfristige Tendenzen hinzukommen – ausschlaggebend können dabei beispielsweise allmähliche Verhaltensänderungen der involvierten Akteure in einem sich ständig wandelnden strukturellen Umfeld sein - oder konjunkturelle Auswirkungen im Zusammenhang mit der allgemeinen Wirtschaftslage und der Arbeitsmarktsituation.

Erwartungen für den Zeitraum bis 2019

Die neuen Szenarien des BFS gehen davon aus, dass aus Gründen der demografischen Entwicklung schweizweit damit zu rechnen ist, dass die Bestände auf der Sekundarstufe II während 10 Jahren stagnieren oder leicht zurückgehen, sowohl was die Eintritte als auch die Gesamtzahl der Lernenden betrifft. Dabei kann es je nach Region und Branche starke Unterschiede geben. Vom Abwärtstrend sind alle Bildungswege betroffen, allerdings in unterschiedlichem Ausmass.

Da neue Ausbildungen wie z.B. die neuen zweijährigen Grundbildungen stark wachsen,  ist davon auszugehen, dass in der beruflichen Grundbildung die Abnahme weniger deutlich sein wird als früher angenommen.

Berufliche Grundbildung

Gemäss den BFS-Prognosen wird es bei den Eintritten in die berufliche Grundbildung zu einem geringen Rückgang kommen. Neben strukturellen Entwicklungen könnten auch konjunkturelle Gründe dafür sorgen, dass sich die Zahl der Eintritte ins 1. Jahr der beruflichen Grundbildung vorübergehend zurückbildet.

Berufliche Grundbildung in den Regionen Baden und Zurzach

Im Bereich der beruflichen Grundbildung wird uns sicher die Frage beschäftigen, wie wir den Strukturwandel der Wirtschaft (Tertiarisierung) antizipieren können. Wir sind herausgefordert, mehr Ausbildungsplätze im Dienstleistungssektor anzubieten – etwa im Gesundheits- und Sozialwesen oder im kaufmännischen Bereich.

Für unser wirtschaftlich prosperierendes Einzugsgebiet „Grossraum Baden“ können wir davon ausgehen, dass im Bereich der kaufmännischen Ausbildung die Zahl der Ausbildungsplätze stabil bleibt oder leicht zunimmt, so dass wir weiterhin eine genügende Anzahl motivierte junge Berufsleute ausbilden und  positiv in die Zukunft blicken können.