Projekt Digitalisierung bei der Grundbildung am zB. Zentrum Bildung, Pilotklassen ab Schuljahr 2018

16.04.2018 | Grundbildung

Digitalisierungsprojekte der Grundbildung des zB. Zentrum Bildung

Wir bieten Ihnen die Chance, sich für die PilotklassenModernes Lernen am zB. Zentrum Bildung mit Notebook“ zu bewerben. Sie sind neugierig? Bereit, etwas Neues auszuprobieren? Die Zukunft des Lernens mitzugestalten? Einen Schritt voraus sein? Mehr dazu erfahren Sie in den untenstehenden Formularen.

Der digitale Wandel findet in allen Lebensbereichen statt. Auch die bestehenden Berufsbilder sind von der Digitalisierung betroffen. Das gilt insbesondere für die kaufmännischen Berufe, aber auch für die Detailhandels- und Pharma-Berufe. Die Berufsbildung muss die Veränderungen in den Berufsbildern zielgerichtet aufnehmen und die Digitalisierung in den inhaltlichen Weiterentwicklungen miteinbeziehen. Doch was sind die digitalen Kompetenzen, die an die jungen Berufsleute gestellt werden? Hilfreiche Informationen zu den digitalen Anforderungen der einzelnen Berufe finden Sie unter www.berufsbildungdigital.ch.

Das zB. Zentrum Bildung ist sich der Verantwortung als Berufsfachschule bewusst und geht die Herausforderung proaktiv an. So starteten wir bereits anfangs 2017 mit der Universität St. Gallen, dem SBFI und vier weiteren Pilotschulen zusammen ein vierjähriges Projekt namens «DigiCompTo-Teach» (siehe zB. Info vom August 2017).

Was ist digitaler Unterricht?
Für die Berufslernenden wird sich einiges ändern. Nebst dem «traditionellen» Unterricht werden sie sich die Lerninhalte vermehrt in Form von digitalen Lernarrangements erarbeiten, was eine grössere Eigenverantwortung der Berufslernenden verlangt. Dies fordert vermehrt selbstorientierte Lernkompetenzen und die Fähigkeiten, die eigenen Lernfortschritte zu reflektieren. Das ist eine grosse Herausforderung, sowohl für die Lernenden als auch die Lehrpersonen. Denn auch die Lehrpersonen werden teilweise eine andere Rolle im Lernprozess übernehmen und müssen dazu ihre didaktisch-methodischen sowie die digitalen Kompetenzen vertiefen und erweitern. Digitalisierung bedeutet nicht nur, dass alle Berufslernenden einen eigenen Laptop, ein iPad oder sonst ein elektronisches Werkzeug im Unterricht zur Verfügung haben. Die Anschaffung der Hardware ist – mit Ausnahme der finanziellen Belastung für die einzelnen Berufslernenden – schnell umgesetzt, denn dafür braucht es keine lange Vorbereitungszeit. Viel wichtiger, anspruchsvoller und zeitintensiver sind die Überlegungen über die zukünftigen digitalen Handlungskompetenzen der Berufslernenden und die didaktisch-methodische Gestaltung der Unterrichts-Settings.

Auf jeden Fall gilt: Mit dem Einsatz von digitalen Lernarrangements muss ein Mehrwert erzielt werden:
• Methodenvielfalt mit digitalen Medien,
• Unterstützung unterschiedlicher Lerntypen,
• Individualisierung mit digitalen Medien nach Lernfortschritt und -präferenzen.

Für die Schule und die Lehrpersonen bedeutet dies:
• effektive Lehr-Lernformen mit digitalen Medien auswählen können,
• mit digitalen Informationen umgehen können,
• digital Inhalte erstellen können,
• «Classroom Management» im digitalen Unterricht vertiefen und erweitern,
• digital kommunizieren und zusammen arbeiten können,
• Sicherheit gewährleisten können,
• digitales Problemlösen umsetzen können,
• berufsspezifische Applikationen anwenden können.

Schon der Weg gehört zum Ziel – wie weiter im Fahrplan?
Mit Beginn des Schuljahrs 2018/19 ist geplant, mit den ersten «digitalen Pilotklassen» zu starten, ein Jahr später (ab Schuljahr 2019/20) schon eine flächendeckende, gesamtschulische Einführung. Digitale Lernarrangements müssen dann für alle Abteilungen und alle Fachschaften entwickelt sein und in allen Klassen eingesetzt werden.

Jörg Pfister, Rektor Grundbildung

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