News 2020 - SVEB Lehrgangsleitung

Wir sind stolz, Ihnen unsere Lehrgangsleiterin für den SVEB 1 Lehrgang für Kursleiter*innen vorstellen zu dürfen. Angela Taverna ist eine erfahrene Erwachsenenbilderin, Didaktik Designerin und auch engagierte Dozentin im Nachdiplomstudiengang Betriebswirtschaft. Wir freuen uns sehr, dass Sie am zB. ihre Fähigkeiten an zukünftige Erwachsenenbildner*innen weitergibt. Mit welchem Ansatz sie bei uns unterrichtet, erzählt sie hier im Interview:

Warum haben Sie sich entschieden, in der Weiterbildung zu unterrichten?

Vor 20 Jahren habe ich den Unterricht im Thema Markenpflege für einen Kollegen übernommen. Bald habe ich Feuer für diese Tätigkeit gefangen und habe mich 2002 bis 2004 zur Ausbildnerin mit eidg. FA ausbilden lassen.

2015 schloss ich mein MAS-Studium Adult & Professional Education in Luzern ab.
 

Was glauben Sie, welche Herausforderungen sind die grössten für zukünftige Dozenten in der Erwachsenenbildung?

In meiner Tätigkeit konnte ich bereits einen Generationenwechsel der Teilnehmerkreise erleben. Die heutigen Teilnehmenden wollen gefordert werden, sind selbstverantwortlicher und wollen vorwärts kommen.

Diesen Teilnehmenden zu begegnen, bedeutet für die Lehrperson, sie mit gegenwärtigen Fragestellungen aus der Gesellschaft zu konfrontieren, sie in ihrer Tätigkeit reflektieren zu lassen und den Transfer in die Praxis zu ermöglichen.

In den heutigen Organisationsstrukturen sind höhere Verantwortungsbereiche und Dialoge zu mehr Schnittstellen die Tagesordnung. Mit diesen Anspruchsgruppen zu interagieren ist eine Hauptaufgabe vieler Berufsbildner.
 

Wie hat sich das Berufsbild der Dozenten in der Erwachsenenbildung verändert?

Meines Erachtens ist der Blick über den Tellerrand die wichtigste Veränderung. Dozieren ist keine Einzelkämpfer-Aufgabe mehr. Die Anspruchsgruppen und die Institutionen haben sich verändert. Die neuen Medien mehr in die Wissensvermittlung zu integrieren ist eine Herausforderung. Ein starker interkultureller Aspekt kommt dazu, der mehr Dialogarbeit benötigt.

Zusammengefasst: Der Lerncoach muss über den fachlichen und sozialen Kompetenzen auch die methodischen, vor allem medienmethodischen Kompetenzen aufbauen. Wo früher zwischen Lehrperson und Teilnehmenden eine asymmetrische Beziehung bestand, ist sie heute auf Augenhöhe.

Meiner Erfahrung nach lerne ich immer noch genauso wie meine Teilnehmenden, und ich kann von ihren Erfahrungen profitieren. So entsteht eine wechselseitige Lernatmosphäre.
 

Was machen Sie, um sich von der Arbeit zu entspannen?

Ich geniesse die Ruhe und die Zeit mit meiner Familie. Meine Hobbys sind Handarbeiten mit natürlichen Materialien und meine zwei Katzen. Zusätzlich praktiziere ich regelmässig Yoga.

Der Ausgleich findet vor allem darin statt, dass ich in der Ruhe Zeit für die Reflexion finde und daraus neue Ideen generieren kann.
 

Was ist typisch für Sie?

Meine Teilnehmenden würden sicherlich sagen, dass meine Geschichten typisch für mich sind. Menschen brauchen Geschichten und haben viele Geschichten, die sie gerne miteinander teilen. Das ist die älteste Form des Lehrens und Lernens.

Wir danken für das Interview und freuen uns, dass Sie Teil des zB. Teams sind!

 

 

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