News 27.1.2022 - Neue Leiterin Sachb. Personalwesen

Vanessa Radet leitet ab 2022 unseren Diplomlehrgang für Einsteiger*innen im HR & Personalwesen. Die erfahrene HR-Frau ist Team-Leiterin im Amt für Wirtschaft und Arbeit und trägt ihre Freude an der Zusammenarbeit und ihre Erfahrung jetzt ins zB. – hier stellen wir sie Ihnen im Interview vor:

Liebe Vanessa, Du bist unsere neue Lehrgangsleiterin für unsere Sachbearbeiter*innen Personalwesen edupool.ch. Das freut uns sehr! Warum unterrichtest du Erwachsene und warum hast Du Dich entschieden die Lehrgangsleitung zu übernehmen?
Mit Menschen zu arbeiten hat mir schon immer viel Freude bereitet. Erwachsenen Wissen zu vermitteln heisst für mich auch Teil ihrer persönlichen Entwicklung zu sein und sie auf ihrem Weg zu begleiten und das ist unglaublich bereichernd. Es macht mir Spass Unterrichtseinheiten vorzubereiten, mir zu überlegen wie der Stoff verpackt werden kann, damit die Teilnehmer*innen dort abgeholt werden, wo sie stehen und einen möglichst grossen Lerneffekt haben. 

Dabei habe ich auch die Möglichkeit meine Kreativität auszuleben und mir immer wieder neue Methoden und Übungen einfallen zu lassen. Die geplanten Lektionen mit der Klasse umzusetzen ist dann der Lohn für die vielen Stunden, die in die Vorbereitung geflossen sind. Wenn dabei meine Leidenschaft für das Unterrichten bei den Teilnehmenden spürbar wird, sie anfangen sich auch für Themenbereiche zu interessieren und zu begeistern, die ihnen vorher vielleicht eher fremd waren und sie das Schulzimmer mit neuem Wissen verlassen, habe ich mein Ziel erreicht. 

Die Lehrgangsleitung ermöglicht es mir, noch mehr Ideen in den Lehrgang einzubringen, die Studierenden noch intensiver zu begleiten und ihnen so möglichst alles mitzugeben, was sie brauchen um am Ende die Prüfung erfolgreich zu absolvieren. Ich freue mich aber auch sehr auf die Zusammenarbeit und den Austausch mit den Dozierenden und bin überzeugt, dass wir gemeinsam einen Lehrgang anbieten können, den es sich wirklich zu besuchen lohnt!

Welchen Background bringst Du in Deine Lehrtätigkeit ein?
Hier kommt sie wieder… die Freude an der Arbeit mit Menschen. Sie war es, die mich motiviert hat eine Lehre im Detailhandel zu absolvieren. Danach habe ich einige Jahre in meinem Lehrbetrieb weitergearbeitet, ein Team geführt und mit viel Freude auch Lernende begleitet und ausgebildet. Nach einem kurzen Ausflug in die Disposition konnte ich mit der Arbeit für einen Personaldienstleister den Einstieg ins Personalwesen machen. 

Dieses Wissen konnte ich später mit einer klassischen HR-Funktion vertiefen. Heute darf ich all meine Berufserfahrungen aus der Vergangenheit vereinen und für das Amt für Wirtschaft und Arbeit, beim RAV Baden ein tolles Team führen, welches für die Beratung und Vermittlung von Menschen mit erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt zuständig ist, sich aber auch um die Beratung der Arbeitgeber*innen in unserer Region sowie die Bearbeitung der dem RAV gemeldeten Stellen kümmert.
Mein beruflicher Werdegang wurde aber auch immer wieder von Weiterbildungen begleitet. So durfte ich im Bereich Verkauf, Personalwesen, Beratung und zuletzt mit dem SVEB auch in der Erwachsenenbildung immer wieder nicht nur neues Wissen aufbauen, sondern auch tolle Menschen kennenlernen.

Wie bringst Du das Unterrichten und Deinen Job als Teamleiterin im Amt für Wirtschaft und Arbeit unter einen Hut?
Da ich seit meinem Lehrabschluss immer wieder selber Weiterbildungen besucht habe, bin ich es gewohnt, dass Feierabend im Geschäft nicht Feierabend im Privaten heisst. Nach der Arbeit noch den Unterricht zu besuchen und mich dazwischen auf die nächsten Lektionen vorzubereiten hat mich immer wieder begleitet. Nun stehe ich einfach auf der anderen Seite…

Eine Herausforderung ist es und wird es trotzdem. Weiterbildung egal ob als Teilnehmer*in oder als Dozentin heisst auch immer die Freizeit zu planen und zu organisieren. Dazu gehört auch Prioritäten zu setzen und auch mal auf etwas zu verzichten…

In meiner Funktion als Teamleiterin habe ich das grosse Glück, ein wirklich tolles Team um mich zu haben. Es ziehen alle am selben Strick und sind motiviert jeden Tag ihr Bestes zu geben. Dadurch, dass meine Mitarbeitenden mit mir und nicht gegen mich arbeiten, macht meine Führungsfunktion viel Spass und sorgt immer wieder für Momente in welchen ich wirklich stolz auf meine Mitarbeiter*innen sein kann.

Das gibt am Ende des Tages mehr Energie als dass es nimmt und ermöglicht es, auch nach Feierabend noch die Motivation zu finden mich um meinen Lehrgang zu kümmern, die nächsten Lektionen vorzubereiten und mit viel Freude vor der Klasse zu stehen. 

Wie erlebst Du den Online-Unterricht? 
Online-Unterricht ist wie Präsenzunterricht… auch hier gibt es grosse Unterschiede in den Erwartungen und der Qualität des Unterrichts. 

Vor der Pandemie habe ich mich kaum mit den Möglichkeiten des Online-Unterrichts auseinandergesetzt. Daher war dies auch für mich eine neue Form der Wissensvermittlung und bis vor kurzem irgendwie auch kaum vorstellbar. Corona hat uns aber auch hier gezwungen neue Wege zu gehen, Ideen zu entwickeln und auch einfach mal etwas auszuprobieren. Inzwischen kann ich sagen, dass auch der Online-Unterricht gute Seiten mit sich gebracht hat.

Die Zeit, welche wir für den Weg zum Kursraum sparen, kann für andere Aufgaben genutzt werden und die Möglichkeit nicht nur Unterricht, sondern auch alle anderen Interaktionen online durchzuführen, hat uns eine neue Flexibilität gebracht, die uns auch effizienter gemacht hat. 

Natürlich ist online vieles anders, es fordert mehr Selbstdisziplin der Teilnehmenden, es ist aufgrund der langen Zeit vor dem Bildschirm anstrengender und es stellt ganz neue Anforderungen an die Dozierenden. Der Unterricht muss noch lebendiger und aktiver gestaltet werden. Zu viel Frontalunterricht ermüdet über Zoom noch mehr als physisch im Klassenzimmer und die Gefahr, dass die Zuhörer*innen abhängen und der bzw. die Dozierende es nicht merkt, ist relativ hoch.  

Es bietet aber auch ganz neue Möglichkeiten und hat mir einige neue Tools und Herangehensweisen nähergebracht, welche ich davor nicht gekannt habe. Je nach Inhalt der Lernsequenz bin ich heute der Meinung, dass – wenn man es richtig macht – online sogar einen Mehrwert mit sich bringen kann. 

Auch wenn ich mich auf die Zeit freue, in welcher wir wieder analoger und persönlicher unterwegs sein können, bin ich überzeugt, dass es sinnvoll ist, einige Dinge mitzunehmen und bewusst einzelne Sequenzen weiterhin digital durchzuführen. Dies nur schon damit die Teilnehmenden von Weiterbildungen auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes vorbereitet werden. Denn auch hier bin ich überzeugt, dass digitale Vorstellungsgespräche, Sitzungen etc. weiterhin unseren Alltag bereichern werden.


 

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Was, glaubst Du, sind die grössten Herausforderungen für zukünftige Einsteiger*innen im Personalwesen? 
Die erste Herausforderung besteht wohl bereits darin, den Einstieg ins Personalwesen zu schaffen. Die Arbeit in diesem Bereich ist extrem spannend und abwechslungsreich und das sehen anscheinend viele Menschen so. Bei den vielen Bewerbungen, welche auf Stellen im Bereich Personal eingehen, ist es wichtig, sich von den anderen abzuheben um eine Chance auf ein Vorstellungsgespräch zu erhalten.

Eine entsprechende Weiterbildung ist dabei sicher ein erster Schritt um diese Chancen zu erhöhen. Zumal gerade im Personalwesen viele Arbeitgeber*innen grossen Wert auf die entsprechenden Ausbildungen legen. 
Hat man den Einstieg einmal geschafft bieten sich einem eine Vielzahl an Möglichkeiten und Spezialisierungen an. Auch hier ist es wichtig, sein Wissen zu erweitern und mit den entsprechenden Weiterbildungen aktuell zu halten. 

Personalwesen heisst aber auch, dass man Menschen mögen und sich trotzdem gut abgrenzen können muss. Es braucht viel Empathie und Freude an dem was man macht, auf der anderen Seite ist man aber auch mit schwierigen Situationen konfrontiert und muss mit diesen umgehen können. Schwierige Gespräche oder Kündigungen vorzubereiten und zu begleiten kann sehr herausfordernd sein, in der Regel kennt man die betroffenen Mitarbeiter*innen, oft mag man sie und trotzdem ist es ein Teil der Aufgaben im HR auch diese Prozesse mitzutragen und die Vorgesetzten und Mitarbeitenden so gut es geht zu unterstützen.

Personalwesen heisst aber auch die Reglements, Weisungen und Vorgaben des Unternehmens umzusetzen und die entsprechenden Vorgaben einzuhalten, auch wenn es einem gerade wahnsinnig leidtut, dass eine Weiterbildung nicht bewilligt werden kann oder eine Absenz nicht bezahlt wird. 

Die Personalabteilung hat zudem Einsicht in viele Dokumente und Informationen, welche höchst vertraulich sind, manchmal ist man sogar vor dem Rest der Belegschaft über Entscheidungen der Geschäftsleitung informiert, weil man Dinge vorbereiten oder abklären muss. Dies erfordert im Arbeitsalltag und auch darüber hinaus, viel Diskretion und eine sorgfältige Kommunikation.

Am Mittagstisch, in der Kaffeepause oder am Weihnachtsanlass darf man nicht einfach über seine Arbeit plaudern und auch im Freundes- und Familienkreis haben Internas nichts verloren. Klingt ganz einfach, ist es aber nicht immer. Wenn in lockerer Runde plötzlich jemand die richtige Frage stellt, ist die falsche Antwort oft viel zu schnell über die Lippen gegangen. 

Im Personalwesen ist es aber auch wichtig, das Vertrauen der Mitarbeitenden und Führungskräfte zu haben. Dieses Vertrauen aufzubauen und zu behalten ist nicht immer ganz einfach. Die Personalabteilung ist in viele Prozesse involviert und die Mitarbeitenden sprechen miteinander. Wurde mein Arbeitskollege zum Beispiel aus für mich nicht nachvollziehbaren Gründen unter Anwesenheit von jemanden aus dem HR verwarnt, kann sich auch meine Einstellung zu den Personen aus dieser Abteilung verändern. Solche Situationen muss man sicher aushalten können…

Was machst Du, um Dich von der Arbeit zu entspannen? 
Die schönsten Momente sind für mich die, welche ich mit meinem 4-jährigen Göttibueb verbringen darf. Es ist faszinierend, wie er die Welt noch mit ganz anderen Augen sieht und mir auch nochmals einen ganz neuen Blickwinkel auf das Thema Lernen ermöglicht. Zudem kenne ich niemanden sonst, der mir so gnadenlos ehrlich Feedback gibt und seine Meinung mitteilt. 

Richtig entspannen kann ich dann, wenn ich mit meinem Pferd durch den Wald reite und einfach die Natur und die Ruhe geniessen kann. Das sind auch die Momente, in welchen mir die besten Ideen für meinen Unterricht in den Sinn kommen oder ich Erlebtes verarbeiten und einordnen kann.

Mein Pferd ist aber auch meine grösste Herausforderung, nirgends sonst habe ich so gut gelernt durchzuhalten, nicht aufzugeben, wenn es mal schwierig wird und buchstäblich immer wieder in den Sattel zu steigen. Er zwingt mich auch immer wieder neue Wege zu suchen um ans Ziel zu kommen, auch daraus habe ich so einiges gelernt.

Für den Adrenalin-Haushalt ist es für mich das grösste, unseren Swiss-Ski Athleten dabei zuzuschauen, wie sie sich todesmutig die steilsten Hänge dieser Welt herunterstürzen und alles dafür geben, dass wir auch in diesem Jahr den Nationencup gewinnen können. Hier kann ich wirklich alle meine Sorgen vergessen und mich voll und ganz auf das anfeuern und Daumendrücken konzentrieren. Neben dem Unterricht vor Ort ist es auch das, was ich während dieser Pandemie mit am meisten vermisse: vor Ort im Zielgelände eines Skirennen stehen zu können.


Vielen Dank, Vanessa! Wir freuen uns, Dich im Team zu haben!

 

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