Fabio Bussinger SVEB

Fabio Bussinger Testimonial 2017

Sich immer seiner aktuellen Rolle zu hinterfragen, hilft einem im Berufsalltag.

Fabio Bussinger
Teilnehmer SVEB 1 Lehrgang im Juli 2016

Herr Bussinger, Sie haben den SVEB 1 Lehrgang im Juli 2016 im zB. Zentrum Bildung abgeschlossen. Was war Ihnen wichtig, um die Weiterbildung zu starten?
Da sind mehrere Punkte für mich wichtig. Nebst einer guten Erreichbarkeit der Schule (für mich mit dem Auto) sind für mich die angebotenen Unterrichtstage, in meinem Fall Freitag/Samstag, ausschlaggebend. Weiter schätze ich ein persönliches Beratungsgespräch oder einen Infoabend, und nachdem ich mich für eine Weiterbildung entschieden habe, möchte ich die Ausbildung möglichst zeitnah starten.

Welche Momente haben bei Ihnen während der Ausbildung einen guten Eindruck hinterlassen?
Während der Ausbildung durften wir von mehreren Dozenten/Dozentinnen profitieren, die alle nebst ihrer Lehrtätigkeit auch viel Erfahrung aus der Berufspraxis in den Unterricht brachten. Die Vernetzung zwischen Ausbildung und Praxis war durchgängig vorhanden und stellt für mich einen hohen Mehrwert dar.

Welche hilfreichen Tipps haben Sie von der Lehrgangsleitung für die Zukunft erhalten? Wenden Sie diese auch im Alltag an?
Angela Taverna, Lehrgangsleiterin SVEB 1, hat uns viele Tipps mitgegeben. Was ich für mich mitgenommen habe, ist die Rollenklärung. Sich der eigenen Rolle in der jeweiligen Situation bewusst zu sein, oder sich immer wieder zu hinterfragen, in welcher Rolle man sich aktuell befindet und ob man diese auch entsprechend ausfüllt. Das mache ich mir in meinem Berufsalltag auch immer wieder bewusst.

Hatten Sie die Möglichkeit, das Erlernte gleich in der Praxis umzusetzen?
Als Trainer bei der AMAG Academy stehe ich rund 80 Tage pro Jahr als Lernbegleiter im Einsatz. Da gibt es genügend Möglichkeiten, das Erlernte in der Praxis anzuwenden.

Wie wurde mit der Heterogenität in Ihrer Klasse umgegangen? Wie haben Sie dies wahrgenommen?
Die Klasse hat von der guten Durchmischung sehr profitiert. Nicht nur der Alters- und geschlechtliche Mix, sondern vielmehr die unterschiedlichen beruflichen Hintergründe brachten viele Inputs in die Klasse. In Diskussionen war dies auch immer wieder erkennbar, indem unterschiedliche Sichtweisen und Ansätze vorhanden waren und ausdiskutiert wurden. Die Heterogenität in der Klasse empfand ich als sehr bereichernd.

Wie haben Sie die Rahmenbedingungen im Unterricht beim zB. Zentrum Bildung wahrgenommen?
Unser Unterricht fand ausschliesslich im Schulhaus Kreuzliberg statt. Dabei handelt es sich um Gebäude, die für die berufliche Grundbildung zweckmässig eingerichtet sind. Die Klassenzimmer sind mit modernen Unterrichtshilfsmitteln aufgerüstet. Die Räume ausserhalb der Klassenzimmer bieten viel Platz für Paar- oder Gruppenarbeiten. Weiter sind Verpflegungsmöglichkeiten direkt im Schulhaus oder durch die Zentrumsnähe auch in der Stadt Baden gegeben.

Erzählen Sie uns von Ihrem lustigsten Moment während der Ausbildung.
Lustige Momente gab es viele. Der «nachhaltigste» war wohl der folgende: Wir hatten am Freitag bei einem Dozenten Unterricht, der die Meinung vertrat, dass Farben von Moderationskarten und
Moderationsstiften einheitlich sein müssten, damit bei «Kartenabfragen» kein Rückschluss auf die Teilnehmenden gezogen werden könnte. Weiter hielt er es für ein absolutes «No Go», wenn der Dozent als Aufmerksamkeit jedem Teilnehmenden Schokolade an den Platz legt. Dies wäre bereits ein Akt der Bestechung. Am Samstag hatten wir bei einem anderen Dozenten mit sehr viel Erfahrung Unterricht. Beim Betreten des Klassenzimmers fielen sofort die farbigen Moderationskarten, die bunten Stifte sowie das für jeden Teilnehmenden schön platzierte «Schoggistängeli» ins Auge. Der erfahrene Dozent durfte sich über zahlreiche Lacher freuen. Das Fazit für mich: Unterricht bietet die Möglichkeit zur individuellen Gestaltung. Was immer du tust in deiner Funktion als Lernbegleiter, es muss zu dir passen und authentisch sein.

Herzlichen Dank für das Interview. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und alles Gute.