Matthias Stauffacher

Matthias Stauffacher

«Ich habe durch das Höhere Wirtschaftsdiplom viele interessante Bereiche kennen gelernt, wo ich mir vorstellen könnte, mich zu vertiefen.»

Matthias Stauffacher
Absolvent Höheres Wirtschaftsdiplom

Stellen Sie sich doch kurz vor. Was haben Sie bereits für Ausbildungen/Weiterbildungen absolviert?
Ich habe eine Lehre als Detailhandelsfachmann in einem Sportgeschäft in Baden absolviert. Das zB. Zentrum Bildung – Wirtschaftsschule KV Baden kenne ich deshalb bereits von meiner Lehrzeit. Nach meiner Grundbildung habe ich schnell gemerkt, dass ich nicht mehr im Verkauf arbeiten möchte. Aus diesem Grund habe ich mich für das Höhere Wirtschaftsdiplom HWD entschieden. Im Moment bin ich bei der Post tätig.

Das Höhere Wirtschaftsdiplom ist eine ganz neue Weiterbildung am zB. Zentrum Bildung; wie sind Sie auf dieses Angebot gestossen?
Ich habe in meinem Kollegenkreis zwei Personen, die die Höhere Fachschule für Wirtschaft HFW absolviert haben. Ursprünglich hatte ich auch die HFW im Fokus und erkundigte mich persönlich bei Herrn Joseph Sutter. Dieser erklärte mir dann, dass dies leider mit meiner Ausbildung nicht direkt möglich sei. Er hat mich dann aktiv auf das Höhere Wirtschaftsdiplom aufmerksam gemacht. Früher musste man den «Umweg» über die Handelsschule gehen, um die Höhere Fachschule für Wirtschaft HFW absolvieren zu können, was heute mit dem Höheren Wirtschaftsdiplom nicht mehr so ist. Nebst der Beratung von Herrn Joseph Sutter habe ich mich auch ausgiebig im ask! beraten lassen.

Dann ist ein konkretes Ziel, die Höhere Fachschule für Wirtschaft HFW zu absolvieren?
Es ist eine Möglichkeit. Nebst der HFW gibt es ja auch noch andere interessante Richtungen, zum Beispiel die Höhere Fachschule für Marketing HFMK. Mein Ziel ist es, weg vom Verkauf und mehr in den kaufmännischen Bereich zu gelangen.

Im Juni stehen die Abschlussprüfungen bevor. Was ziehen Sie für ein Fazit?
Es war eine sehr «coole» und lehrreiche Zeit gewesen. Es ist sehr viel Lernstoff, der einem vermittelt wird. Am Anfang wurde uns gesagt, dass es kein Problem sei, 100 Prozent zu arbeiten. Es ist machbar,aber schon sehr streng. Immerhin sind es zwei Abende pro Woche und acht Schulfächer mit zum Teil sehr viel Inhalt. Aber das ist sehr individuell, jeder muss für sich entscheiden, wie viel Aufwand er oder sie noch betreiben will und kann.

Wie war die Klasse?
Ein sehr interessanter Mix. Die jüngste Teilnehmerin in unserer Klasse ist 20 oder 21 und die älteste ist über 50. Nebst dem Alter war es auch der Mix aus den verschiedenen Berufsgattungen (Verkauf, Buchhaltung oder sogar Coiffeuse), was es ausmachte. Also sehr durchmischt, und jeder bringt seinen Rucksack an Wissen und Erfahrung mit. Man half sich gegenseitig bei den «Lücken». Der Austausch untereinander war sehr hilfreich und toll. Für mich persönlich stellte das Rechnungswesen die grösste Herausforderung dar, da ich in meiner Grundbildung praktisch keine Kenntnisse davon hatte. Da musste ich vielleicht mehr arbeiten als andere in der Klasse. Aber ich habe ein gutes Gefühl für die bevorstehenden Abschlussprüfungen.

Wie bereiten Sie sich auf die Abschlussprüfung vor?
Ich priorisiere die Fächer, wo ich noch Aufholbedarf habe. Mir ist bewusst, dass ich in einzelnen Fächern, wie bereits erwähnt, mehr lernen muss als andere. Bei diesen Fächern ist eine genügende Note das Ziel. Dann gibt es andere Fächer, die bereiten mir weniger Mühe, wo ich mich auch automatisch weniger auf die Prüfungen vorbereiten muss. Das Gute ist die «Hauptprobe ». Wir hatten eine Probeprüfung, wie sie dann im Juni stattfinden wird. So kann man ungefähr abschätzen, wo man steht und wo man noch etwas tun muss.

Wem würden Sie das Höhere Wirtschaftsdiplom weiterempfehlen?
Personen, die den Wiedereinstieg in den Berufsalltag suchen. Oder dann sicherlich Personen wie mir aus dem Verkauf. Die vielleicht nicht «nur» die Handelsschule absolvieren möchten, das Höhere Wirtschaftsdiplom ist breitgefächerter und beinhaltet auch Führungsfächer (Kommunikation, Management, Projektmanagement etc.). Das Höhere Wirtschaftsdiplom ist auf jeden Fall ein guter Grundstein für weiterführende Weiterbildungen. Ideal ist es, wenn man bereits in einem Büro arbeitet und dann konkrete Schulbeispiele auch im Berufsalltag anwenden kann.

Wie geht es bei Ihnen nun weiter? Was sind Ihre Ziele?
Konkret weiss ich das noch nicht. Ich habe durch das Höhere Wirtschaftsdiplom aber viele interessante Bereiche kennen gelernt, wo ich mir vorstellen könnte, mich zu vertiefen. Das ist ein grosser Vorteil einer breitgefächerten  Weiterbildung. Ich fand vor allem das Projektmanagement oder die Personalführung sehr interessant. Im Fokus steht bei mir jetzt der Abschluss der Weiterbildung. Danach sehe ich weiter.

Wir bedanken uns für das  Interview und wünschen Ihnen alles Gute.