News 30.06.2021 - Sachbearbeitung Personalwesen Kantaa

Tabea Hauser - von der Sachbearbeiterin zur eigenen HR-Firma 

Tabea Hauser ist 29 und hat vor 3 Jahren am zB. Zentrum Bildung die Weiterbildung zur Sachbearbeiterin Personalwesen edupool.ch gemacht. Heute ist Sie schon als Co-Geschäftsführerin und Co-Inhaberin der KANTAA WORK AG selbstständig. Hier erzählt Sie uns von Ihrem Werdegang seit Ihrer kaufmännischen Lehre am zB.


Frau Hauser, erzählen Sie uns von Ihrem Werdegang? 

Nach meiner kaufmännischen Lehre am zB. ging ich nach Mexiko um dort Spanisch zu lernen und ehrenamtlich im Tierschutz zu arbeiten. Aus den geplanten 6 Monaten wurden ganze drei Jahre. Noch von Mexiko aus erhielt ich eine Stelle als kaufmännische Angestellte bei einem Industrie KMU.

Dort arbeitete ich im Sekretariat bis zum Konkurs der Firma im Jahr 2016. Ich hatte das Glück, kurz nach dem Konkurs eine Stelle bei einem Temporärbüro in der Region zu erhalten. Dort war ich insgesamt vier Jahre. Relativ schnell bekam ich dabei Personalthemen auf den Tisch. Es ging neben der Finanzbuchhaltung auch um Löhne, Sozialversicherung Bewilligungen usw.. Ich merkte, dass mich das sehr interessierte und ich wünschte mir eine fundierte Ausbildung in Sachen Personalwesen. Also entschied ich mich für die Weiterbildung zur Sachbearbeiterin Personalwesen edupool.ch am zB. Baden. Nebenher arbeitete ich weiter im Temporärbüro.

Einer meiner Arbeitskollegen im Industrie-KMU – Manuel Zöbel – war dort Projektleiter und kam später als Personalberater in dasselbe Temporärbüro wie ich. Wir verstanden uns immer super und wurden auch privat gute Freunde. Er war (wie ich) nicht wirklich zufrieden mit der damaligen Arbeitssituation. Wir überlegten, wie unsere Wege wohl weitergehen könnten. Wieder eine Festanstellung? Oder doch selbstständig sein? Warum eigentlich nicht unsere Kräfte bündeln? Wir waren schon dazumal ein super Team.

Er und ich entschieden uns für den steinigeren aber gemeinsamen Weg: wir wagten die Gründung der eigenen Firma! 

Diverse Wochen intensiver Planung gingen der Gründung voraus. Wir fanden die richtigen Räumlichkeiten in Döttingen, richteten sie ein und fingen an die Website, Visitenkarten und was alles sonst noch dazugehört selbst zu entwerfen. Am Schluss hatten wir Hilfe von Kollegen, die unsere Ideen professionell visualisiert haben. 
Seit Juli 2020 bin ich nun Geschäftsführerin und Inhaberin der KANTAA WORK AG!


Was bedeutet der Name KANTAA?

Unser Name ist das Ergebnis eines guten Abends mit Freunden lange vor der Firmengründung. Schon damals stellten wir uns vor, wie unsere Firma heissen würde, wenn wir denn eine hätten. 

Wir wollten anders sein, als man es allgemein in unserer Branche gewohnt ist oder erwartet, gleichzeitig war es uns natürlich wichtig, seriös und kompetent zu wirken. Der Bär stand als Firmensymbol schnell fest. Während wir den Begriff «Bär» in den verschiedensten Sprachen googelten begegnete uns auch das Wort Kantaa.

Als es dann um den tatsächlichen Firmennamen ging, ergänzten wir Kantaa noch mit dem, was wir gerne machen und heraus kam die «KANTAA WORK AG».

Wir haben beide einen Faible für Finnland. Auf Finnisch bedeutet Kantaa «tragen», was noch gut zu unserer Tätigkeit passt: Im übertragenen Sinn «tragen» wir ja unsere Klienten – egal ob Arbeitnehmer*in oder Arbeitgeber*in – durch die intensive Zeit des Stellenwechsels. Auch die administrativen Aufgaben «tragen» wir gerne für sie.


Weshalb fiel Ihre Wahl auf die HR/Personal-Branche?

Als ich im Temporärbüro arbeitete, bemerkte ich, dass das Personalwesen für mich immer interessanter wurde.

Ich bin jemand, die sehr genau arbeitet. Fehler möchte ich in jedem Fall vermeiden. Diese Eigenschaft deckt sich sehr mit den Ansprüchen, die man als Verantwortliche im Personalwesen erfüllen muss.

Gleichzeitig liebe ich es, mit Menschen zu tun zu haben. Ich helfe für mein Leben gern. 

Im HR-Bereich kann ich beides einbringen. Anträge, Bewilligungen, Verträge, Lohnadministration usw. erfordern ein sehr genaues Arbeiten. Ich helfe den Menschen, mit der Job-Administration zurecht zu kommen, auch wenn es mal kompliziert wird. 

Besonders Klienten aus dem Ausland kennen sich anfangs oft nicht aus und sind froh um professionelle Unterstützung.

All diese unterschiedlichen Themen machen meinen Beruf wirklich abwechslungsreich und persönlich.


Aus welchem Grund haben Sie sich damals für das zB. als Weiterbildungsinstitut entschieden?

Das war eine leichte Entscheidung. Ich komme aus der Gegend. Die Online-Suche brachte mich schnell zum zB., ausserdem habe ich hier schon mein KV gemacht und ging immer sehr gerne am Kreuzliberg zur Schule.

Für einen berufsbegleitenden Lehrgang extra nach Aarau oder Zürich fahren, wollte ich auf keinen Fall. Als die Weiterbildung dann noch zum richtigen Zeitpunkt startete – das war im Oktober – war die Sache für mich klar. 


Wie haben Sie die Weiterbildung am zB. erlebt?

Ich arbeitete schon damals 100%. Nach einem langen Tag im Büro am Abend noch drei Stunden zu investieren war sehr intensiv aber lehrreich. Mit einem 80%-Pensum wäre es vielleicht leichter gewesen.

Das, was ich gelernt hatte, konnte ich aber quasi schon am nächsten Tag im Job anwenden. So war es einfach, die Zusammenhänge zu verstehen und ich hatte es bei der Prüfung nicht allzu schwer. Obwohl ich die drei Stunden Prüfungszeit nicht als entspannteste Zeit meines Lebens in Erinnerung habe. [lacht]

 

News 30.06.2021 - Sachbearbeitung Personalwesen Kantaa

 

Wie haben Sie die Dozierenden wahrgenommen?

Die Dozenten waren alle sehr angenehm und professionell. Man merkte, dass sie alle nahe am «echten Arbeitsleben» sind.

Ich denke immer wieder an eine Lektion im Fach «Kommunikation & Sozialkompetenzen».
Mit einem Spiel der Art «stille Post» zeigte uns unser Dozent, wie schnell sich Inhalte ändern können und dass nicht für alle die gleichen Sachen in Erinnerung bleiben. Deshalb ist es wichtig, bei einem Problem direkt mit der Person zu sprechen und nicht sofort das zu glauben was man hört.
 
An diese Geschichte erinnere ich mich immer wieder. Sie war für alle sehr eindrücklich.


Haben Sie vielleicht noch eine Anekdote aus Ihrer Weiterbildungszeit in Erinnerung? 

Eine Anekdote habe ich leider so nicht mehr im Kopf. Wir hatten es aber wirklich immer super im Unterricht und einige von uns trafen sich auch privat und gingen gemeinsam was Essen oder Trinken. Es entstanden Freundschaften und auch nach einem langem Arbeitstag war man irgendwie motivierter zum Unterricht zu gehen, weil dort so tolle Leute waren.

Auch nach der anstrengenden Abschlussprüfung gingen wir zusammen was Essen. Eine meiner damaligen Mitschülerinnen ist heute zu einer meiner besten Freundinnen geworden und wir sehen uns regelmässig. Hätte ich die Weiterbildung nicht gemacht, hätten wir uns wahrscheinlich nie kennen gelernt!

Was wäre Ihr Rat für zukünftige Einsteiger*innen im Personalwesen?
Solche Ratschläge sind gar nicht so leicht. Ich würde sagen: Wann immer Ihr die Möglichkeit habt, schon vor oder während der Weiterbildung einen Blick ins Personalwesen zu werfen, macht das!

Wir haben damals bspw. eine Lerngruppe mit Branchen-fremden Kommilitonen gebildet. Wir teilten mit Ihnen unser praktisches Know-how. Gerade bei Themen wie Arbeitsrecht hilft das unheimlich.


Wie sehen Ihre Pläne aus? Steht noch eine Weiterbildung an?
Ich trage mich schon länger mit dem Gedanken, die Weiterbildung zur HR-Fachfrau zu machen. Ich möchte noch mehr über private Personalvermittlung lernen. Die Firmengründung kostet aber natürlich Einiges an Kraft und Zeit. Vielleicht starte ich nächstes Jahr.

Meine bisherigen Schritte waren so nie geplant, haben aber schlussendlich dazu geführt, dass wir heute eine eigene Firma haben. So spielt manchmal das Leben, alles passiert aus einem Grund. Und meinen Weiterbildungsordner mit den Unterlagen und meinen Zusammenfassungen habe ich noch immer im Büro und schaue ab und zu mal wieder rein.

Danke Frau Hauser! Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg mit Ihrer KANTAA WORK AG

 

KANTAA WORK AG
Tabea Hauser
Hauptstrasse 30
CH-5312 Döttingen

www.kantaawork.ch

Standort Brugg

Standort Bad Zurzach